“If your house was burning, what would you take with you”, fragt ein amerikanischer Blog mit dem bezeichnenden Titel theburninghouse.com. Mathias “überbunt” Pascottini leitet die Frage an einige österreichische Blogger weiter. Ich mache mir also Gedanken zu meinen Habseligkeiten und etwaigem Brenngut. Zwei Dinge schießen mir sofort durch den Kopf, wenn ich an Feuer denke. Erstens: “Was tun, wenn’s brennt?” und zweitens: “brennen lassen.” Beide Gedanken stammen aus Gregor Schnitzlers gleichnamigen Film “Was tun, wenn’s brennt“.
Der Film gefällt mir, weil er auf recht schonungslose Art und Weise zeigt, wie schnell man sich und seine Überzeugungen über den Haufen wirft, wenn das Leben Wohlstand in Aussicht stellt. Ich bin alles andere als wohlhabend, aber als ich meine Wohnung nach Sachen durchsucht habe, die ich im Fall eines Brandfalles retten würde, ist mir aufgefallen, dass es mir unheimlich schwer fällt, mich von so genannten Wertgegenständen zu trennen. Für die Entscheidung zwischen Uhr, Kamera, Kuscheltier und Lieblingskissen habe ich mindestens fünf Minuten gebraucht – Funktion gegen Wert und Emotion. In besagtem Ernstfall wäre ich wohl verkohlt.
Für welche rettenswerten Gegenstädne (und Lebewesen) ich mich letztendlich entschieden habe, seht ihr auf dem folgenden Foto:

Zu meinen Habseligkeiten gehört:
meine Freundin Kirsa,
unsere Katze Pamina,
eine Akustik-Gitarre von Ibanez,
ein Netbook inklusive mobiler Festplatte,
ein (geldleeres) Portemonnaie,
der Goethe-Klassiker “Die Leiden des jungen Werther”,
ein Notizblock und mein Lieblingsfüller von Lamy,
ein Schal,
ein Zippo-Feuerzeug,
eine Mappe mit zig Amtspapieren,
ein LG-Smartphone inklusive selbst gestrickter Tasche,
ein selbst gebasteltes Holzspielzeug,
ein Schlüsselbund,
eine Uhr,
und ein Frottee-Bär.
Ich danke der Berufsfeuerwehr Graz dafür, dass es sie gibt und ich danke Mathias dafür, dass er mich (und andere) auf diese nette Idee gebracht hat. Was sonst noch lieb und teuer sein kann, erfährst du von Iwona, Petra und Jochen. Welche Blogger sonst noch imaginär vor den Flammen flüchten, kannst du auf Mathias Blog nachschauen. In diesem Sinne: brenn gut!

8 Gedanken zu “Brenngut

  1. Mathias Pascottini hat am 13. Juni 2011 at 20:44 gesagt:

    Wow! Toller Blogeintrag. Habe ihn sehr gerne gelesen! Danke!

  2. Pingback: ÜBERBUNT – Mathias Pascottini | Wenn mein Haus brennen würde… — ÜBERBUNT – Mathias Pascottini

  3. Ivy hat am 13. Juni 2011 at 20:41 gesagt:

    Erst jetzt, wo ich Dein Foto gesehen habe, fällt mir ein: ich hab hab meine Katzen total vergessen. LOL

  4. Pingback: The Burning House - was nicht verbrennen darf | schneeengel-blog

  5. Pingback: Wenns brennt…

  6. Pingback: Was retten, wenn’s brennt. « herzintakt

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Post Navigation